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Taschenrechner, Modellhaus, Unterlagen und Schlüssel: Symbol für die Nebenkosten beim Hauskauf

Kaufnebenkosten: Kalkulieren Sie diese Nebenkosten beim Immobilienkauf ein!

Der Erwerb einer Immobilie ist ein bedeutender Schritt – sowohl für Privatpersonen, die ein neues Zuhause suchen, als auch für Investoren, die eine langfristige Kapitalanlage planen. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen in Deutschland verschiedene Kaufnebenkosten an, die häufig unterschätzt werden. Als Ihr zuverlässiger Partner mit langjähriger Erfahrung und umfassendem Netzwerk legt ASTORIAN Immobilien besonderen Wert darauf, Sie transparent und umfassend zu beraten. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Nebenkosten beim Immobilienkauf zu berücksichtigen sind, wie hoch diese ausfallen können und wie Sie diese optimal in Ihre Finanzierungsplanung integrieren.

Das wichtigste zu Kaufnebenkosten in Kürze: 

  • Kaufnebenkosten fallen zusätzlich zum Kaufpreis an und müssen eingeplant werden
  • Wichtige Posten:
    • Grunderwerbsteuer: 3,5–6,5 % (Berlin 6 %, Brandenburg 6,5 %)
    • Notar- und Grundbuchgebühren: ca. 1,5–2 %
    • Maklerprovision: meist 3,57 % inkl. MwSt. bei Doppelauftrag
    • Optional: Gutachten, Finanzierung, Versicherungen
  • Beispiel Berlin (Kaufpreis 500.000 €): Nebenkosten ca. 55.350 €
  • Finanzierungstipps:
    • Kaufnebenkosten möglichst aus Eigenkapital zahlen → bessere Konditionen, niedrigere Zinsen
    • Vollfinanzierung inkl. Nebenkosten möglich, aber teurer und strengere Bedingungen
  • Fazit: Nebenkosten realistisch kalkulieren und in Finanzplanung einbeziehen, besonders bei Bundeslandunterschieden in Grunderwerbsteuer

Welche Kaufnebenkosten fallen beim Immobilienkauf in Deutschland an?

Die Kaufnebenkosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen, die zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Zu den wichtigsten zählen:

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache in Deutschland und variiert je nach Bundesland. Derzeit beträgt sie zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.

  • In Berlin liegt der Steuersatz beispielsweise bei 6,0 %.
  • In Brandenburg sind es sogar 6,5 %. Diese Unterschiede sollten Sie bei der Kalkulation Ihrer Gesamtkosten unbedingt berücksichtigen.

Notarkosten und Grundbuchgebühren

In Deutschland muss der Immobilienkauf notariell beurkundet werden. Die Notarkosten und die Gebühren für die Eintragung ins Grundbuch belaufen sich in der Regel auf 1,5 bis 2,0 Prozent des Kaufpreises.

Maklerprovision

  • Die Maklercourtage ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt und kann je nach Region, Immobilienart und Vertragsgestaltung variieren.
  • Seit der Maklerreform 2020 gilt: Wird der Makler sowohl für Käufer als auch Verkäufer tätig (Doppelauftrag), muss die Provision hälftig geteilt werden.
  • Die Regel gilt nur für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungennicht für Grundstücke oder Gewerbeimmobilien.
  • In Berlin und Brandenburg liegt die Maklerprovision für jede Partei in der Regel bei 3,57 % des Kaufpreises (inklusive Mehrwertsteuer), sofern Käufer und Verkäufer den Makler gemeinsam beauftragen.
  • In anderen Bundesländern oder bei anderen Konstellationen können andere Sätze gelten.

Weitere Nebenkosten

Je nach individueller Situation können weitere Kosten anfallen, beispielsweise für Gutachten, die Vermittlung einer Finanzierung oder Versicherungen. Diese sind in der Regel optional, sollten in der Gesamtplanung aber nicht außer Acht gelassen werden.

Beispielrechnung: Kaufnebenkosten in Berlin und Brandenburg

Angenommen, Sie erwerben eine Immobilie zum Kaufpreis von 500.000 Euro in Berlin:

  • Grunderwerbsteuer (6,0 %): 30.000 Euro
  • Notar und Grundbuch (ca. 1,5 %): 7.500 Euro
  • Maklerprovision (3,57 %): 17.850 Euro
  • Gesamte Kaufnebenkosten: 55.350 Euro

In Brandenburg wären es sogar 32.500 Euro Grunderwerbsteuer, was die Gesamtkosten entsprechend erhöht.

Kaufnebenkosten und Finanzierung: Worauf sollten Sie achten?

Eine sorgfältige Finanzierungsplanung ist entscheidend für den erfolgreichen Kauf einer Immobilie. Dabei stellt sich die zentrale Frage, ob die Kaufnebenkosten Teil der Finanzierungssumme sein sollten oder besser aus Eigenkapital bezahlt werden.

  • Empfehlung der Finanzierungsexperten: Es ist ratsam, die Kaufnebenkosten möglichst aus Eigenkapital zu begleichen. In der Regel finanzieren Banken nur den reinen Kaufpreis der Immobilie. Die Nebenkosten werden dagegen meist nicht oder nur in Ausnahmefällen mitfinanziert. Wer die Nebenkosten aus Eigenmitteln aufbringen kann, verbessert nicht nur seine Finanzierungschancen, sondern erhält auch günstigere Konditionen. Ein höherer Eigenkapitalanteil wirkt sich positiv auf die Kreditwürdigkeit aus und reduziert die monatliche Belastung durch niedrigere Zinsen.
  • Was tun, wenn das Eigenkapital nicht ausreicht? In bestimmten Fällen bieten Banken eine Vollfinanzierung an, bei der auch die Nebenkosten mitfinanziert werden. Dies ist jedoch mit höheren Zinsen und strengeren Anforderungen verbunden. Eine solche Finanzierung sollte daher nur in Ausnahmefällen und nach eingehender Beratung in Betracht gezogen werden.

Sorgfältige Planung zahlt sich aus

Die Kaufnebenkosten machen einen erheblichen Teil der Gesamtkosten beim Immobilienerwerb aus. Sie sollten diese Kosten daher von Anfang an realistisch kalkulieren und in Ihre Finanzierungsplanung einbeziehen. Insbesondere in Berlin und Brandenburg können die Unterschiede bei der Grunderwerbsteuer das Budget deutlich beeinflussen.

Sie möchten mehr über die optimale Finanzierung Ihrer Immobilie erfahren oder eine individuelle Beratung zu Kaufnebenkosten und Kapitalanlagen in Anspruch nehmen? Das Team von ASTORIAN Immobilien steht Ihnen mit langjähriger Erfahrung, umfassender Beratung und einem starken Netzwerk zur Seite. Kontaktieren Sie uns gerne für ein persönliches Gespräch. Wir begleiten Sie zuverlässig auf dem Weg zu Ihrer Wunschimmobilie.

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